Lüften


Einführung

Eine richtige und ausreichende Belüftung ist massgeblich dafür verantwortlich, dass wir uns
in unseren vier Wänden wohlfühlen. In früheren Zeiten, brauchten wir uns über Lüften keine
Gedanken zu machen. Weder die Gebäude selbst noch die Fenster waren dicht. Allerdings
war diese Art der unkontrollierten Lüftung mit einem hohen Energieverbrauch verbunden.
Je dichter unsere Gebäude werden um Energie zu sparen, desto wichtiger wird das Thema
kontrolliertes Lüften.

In schlecht gelüfteten Räumen entstehen zum einen unangenehme Gerüche und zum andern eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die nicht abgebaut werden.

Merke:
Die Gefahr der Oberflächenkondensation an Fenstern und Aussenwänden ist umso grösser,
je feuchter die Raumluft und je kälter die Oberfläche dieses Bauteils ist. Die Raumluft ist
umso feuchter, je geringer der Luftaustausch mit der Aussenluft ist und je mehr Feuchtigkeitsquellen vorhanden sind.

Richtiges Lüften hilft, hohe Luftfeuchtigkeiten und grosse Abkühlungen von Bauteilen sowie grosse Energieverluste zu vermeiden. Richtiges Lüften ist ausserdem wichtig für die Erhaltung einer guten Raumluftqualität. Während 5 bis 6 höchstens 10 Minuten sind die Fenster vollständig zu öffnen (Stosslüften). Besonders wirksam ist die kurze Querlüftung (Durchzug). Mit diesen Massnahmen wird in kurzer Zeit viel Raumluftfeuchte abgeführt, das Auskühlen der Wand-und Decken-Oberfläche verhindert und eine Menge Heizenergie gespart.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, bewohnte Räume am Tag 3 mal zu lüften, am Morgen, am Mittag und am Abend. In geheizter Raumluft ist aus physikalischen Gründen immer, vor allem
in Feuchträumen wie Bad, Küche und Waschküche etc., mehr Feuchtigkeit vorhanden als im kalten Aussenklima. Selbst wenn in der kalten Jahreszeit draussen Regen, Schnee und Nebel vorhanden sind, können Sie bedenkenlos lüften. Richtiges Lüften bei längerer Abwesenheit. Vermeiden Sie es, während der Heizperiode das Fenster oder andere Lüftungseinrichtungen in dauernder Kippstellung geöffnet zu lassen. In dieser Stellung kühlen die angrenzenden Bauteile derart aus, dass sich Kondenswasser bilden kann. Zudem geht damit dauernd Heizenergie verloren. Der Einsatz des Dreh-Kipp-Verschlusses ist jedoch in den Sommermonaten angebracht. Das Fenster in dauernder Kippstellung ist in diesen Monaten die richtige Lüftungseinrichtung, die hilft, die Raumluftqualität zu verbessern. Sie ist aber kein Ersatz für die richtige Stosslüftung, die von Zeit zu Zeit auch im Sommer vorgenommen werden sollte.

Richtiges Lüften (Stosslüften) spart Energie, ist hygienischer und vermeidet Feuchtigkeitsschäden in Wohnräumen.

Senken Sie die Raumtemperatur nicht übermässig und ohne Überprüfung der Isolationsqualität der Gebäudehülle. Unverhältnismässige Energiesparbemühungen können zu Kondenswasserschäden und zu hygienischen Problemen (Schimmelpilzbildung) führen. Bleiben Sie in den Wohnräumen bei einer Temperatur von ca. 20 Grad Celsius und in den
Schlafräumen bei ca. 17 Grad. Die Türen zwischen kühleren Schlafräumen und den übrigen wärmeren Räumen sollten geschlossen bleiben, dies vor allem bei offenen Grundrissen (z.B. offenes Treppenhaus). In Neubauten mit weniger gut isolierten Aussenwänden sollten Möbelstücke, besonders grossflächige, nicht dicht an die Aussenwände angeschoben werden. Lassen Sie ca. 10 cm Abstand; dies verhindert unliebsame Schäden. Auch in modernen Wohnungen mit dichten Fenstern und Türen ist die Gefahr der Kondenswasserbildung, besonders an Fenstern, gross. Hier ist die richtige Lüftung ebenfalls wichtig.

Fensterintegriete Lüftung

 

Lüftungssystem